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Modul «Alzheimer-Demenz»

Autor(en): Dr. Stefan Ries, Neuro Centrum Odenwald, Erbach

Hier können Sie CME-Punkte sammeln, und zwar
a) für die Pflichtfortbildung aller Vertragsärzte und
b) für freiwillige Fortbildungszertifikate, die viele Landesärztekammern anbieten.
Die folgenden Multiple-Choice-Fragen beziehen sich auf die Übersicht Alzheimer-Demenz (CME Spezial Nr. 37 1-5).


Teilnahmeschluss online: 4. Juni 2010

Einsendeschluß (Teilnahme per Brief): 3. März 2010.

Frage 1: Welches der folgenden Verfahren spielt in der Routinediagnostik der Demenz vom Alzheimertyp keine Rolle?
1.a EEG
1.b Neuropsychologische Tests
1.c Labormarker
1.d CT/MRT
1.e Anamnese/Fremdanamnese
Frage 2: Welche Aussage zu Verhaltensauffälligkeiten ist richtig?
2.a Verhaltensauffälligkeiten treten bei bis zu 90% der Demenzkranken im Laufe ihrer Erkrankung auf.
2.b Apathie ist der häufigste Grund für eine Hospitalisierung.
2.c Verhaltensauffälligkeiten verändern sich kaum, auch wenn der Patient in ein neues Setting verlegt wird.
2.d Depressive Symptome treten nur bei der Alzheimer-Demenz auf.
2.e Eine der vier Hauptvariablen bei der faktorenanalytischen Zerlegung sind Suizidgedanken.
Frage 3: Für die Betreuung von Demenz-Patienten in der Praxis trifft nicht zu:
3.a Eine frühe Diagnosestellung und ein zeitnaher Therapiebeginn ist von großer Bedeutung.
3.b Eine antidementive Therapie sollte stets als Langzeittherapie angelegt sein.
3.c Aufklärung und Beratung sind in jedem Krankheitsabschnitt bedeutsam.
3.d Für das Absetzen einer antidementiven Therapie existieren internationale Richtlinien.
3.e Antidepressiva, Antipsychotika und schlafanstoßende Medikamente stellen für viele Patienten eine wichtige Therapie dar.
Frage 4: Welche Aussage zur Pharmakotherapie bei Alzheimer-Demenz ist richtig?
4.a Die Therapie mit Antidementiva wird häufig zu früh beendet.
4.b Antidementiva können die Krankheit heilen.
4.c Infolge einer antidementiven Therapie werden die Patienten eher in ein Heim eingewiesen.
4.d Die allermeisten Alzheimer-Patienten erhalten eine spezifische antidementive Therapie.
4.e Die Kombinationstherapie mit Antidementiva im klinischen Alltag ist generell zu empfehlen.
Frage 5: elche Aussage zum Umgang mit Antidementiva ist richtig?
5.a Nur bei Verschlechterung des Zustandes sollte auf die maximal verträgliche Dosis erhöht werden.
5.b Acetylcholinesterase-Hemmer wirken nicht auf alltagspraktische Fähigkeiten und Verhaltensstörungen der Patienten.
5.c Das IQWiG hat in seinem Abschlussbericht die Wirksamkeit von Acetylcholinesterase-Hemmern auf die Kognition bestätigt.
5.d Für die niedrige Donepezil-Dosis liegt kein Wirksamkeitsbeleg vor.
5.e Alle Antidementiva sind für Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz zugelassen.
Frage 6: Welche Aussage zum Umgang mit Antipsychotika ist richtig?
6.a Clozapin ist Medikament der ersten Wahl.
6.b Antipsychotika werden bei Wahn/Halluzination breit eingesetzt und sind generell gut verträglich.
6.c Die Datenlage zum Einsatz von Antipsychotika ist gut.
6.d Antipsychotika sollten, wenn möglich, nur über einen streng begrenzten Zeitraum und in möglichst niedriger Dosierung gegeben werden.
6.e Alle Antipsychotika sind zur Behandlung dementer Patienten mit Verhaltensauffälligkeiten zugelassen.
Frage 7: Welche Aussage zu den Demenzstadien ist richtig?
7.a Im schweren Stadium ist keine antidementive Therapie mehr möglich.
7.b Eine ausreichende Sedierung ist im mittelschweren Stadium die wichtigste medikamentöse Behandlung.
7.c Memantin ist für die leichte Alzheimer-Demenz zugelassen.
7.d Bereits im leichten Stadium sind die Patienten vollständig von Hilfe abhängig.
7.e Acetylcholinesterase-Hemmer sind bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz zugelassen.
Frage 8: Welche Aussage zur nicht medikamentösen Therapie ist richtig?
8.a icht medikamentöse Interventionen sollten erst zum Einsatz kommen, wenn die Wirksamkeit der Pharmakotherapie nachlässt.
8.b Kunst-, Drama- und Tanztherapie wirken sich positiv auf die Interaktionsfähigkeit der Patienten aus.
8.c Ortswechsel sind wegen der Gefahr von Verhaltensauffälligkeiten unbedingt zu vermeiden.
8.d Der prämorbide Lebensstil hat keinen Einfluss auf die „kognitive Reserve“.
8.e Bei nicht medikamentösen Interventionen steht der Patient im Vordergrund. Die Angehörigen bzw. Betreuer beteiligen sich möglichst nicht.
Frage 9: Wie hoch ist die jährliche Konversionsrate von der leichten kognitiven Beeinträchtigung zur Alzheimer-Demenz?
9.a 1-2%
9.b 5-10%
9.c 10-15%
9.d 20-30%
9.e 40-50%
Frage 10: Welche Therapieverfahren können bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung generell empfohlen werden?
10.a Verzicht auf körperliches Training als Entspannungstherapie
10.b Frühzeitiger Einsatz hoch dosierter Acetylcholinesterase-Hemmer schon bei Verdacht auf MCI
10.c Antidepressiva zur Verbesserung der Hirnleistung
10.d Ginkgo biloba zur Steigerung des Hirnstoffwechsels
10.e Kognitive und kreative Aktivität zur Steigerung der kognitiven Reserve