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Modul «Diagnostik invasiver Mykosen (Teil 2)»

Autor(en): Prof. Dr. med. O. Cornely, Klinikum der Universität zu Köln

Die folgenden Multiple-Choice-Fragen beziehen sich auf die Übersicht „Diagnostik invasiver Mykosen“ (Teil 2). Wenn Sie 100% der Fragen richtig beantwortet haben, erhalten Sie von unserem Kooperationspartner, der Bayerischen Landesärztekammer, drei Punkte, bei mindestens 70% richtig beantworteten Fragen zwei Punkte.
Diese Bescheinigung können Sie bei Ihrer Landesärztekammer einreichen.
Es wird jeweils nur eine Antwort gesucht!
CME-Beitrag und -Fragen wurden von zwei unabhängigen Fachgutachtern geprüft.

Teilnahmeschluss: 02. Juni 2010

Frage 1: Wie hoch ist die Sterblichkeit der unbehandelten invasiven Aspergillose?
1.a ca. 5%
1.b ca. 20%
1.c ca. 50%
1.d ca. 70%
1.e ca. 100%
Frage 2: Für welche der folgenden Behandlungssituationen ist der Nutzen einer systemischen Pilzprophylaxe mit einem Azol nicht nachgewiesen?
2.a Induktionschemotherapie bei akuter myeloischer Leukämie
2.b Schwere GVHD nach allogener Stammzelltransplantation
2.c Zeitraum von mindestens 75 d nach allogener Stammzelltransplantation
2.d Zeitraum von mindestens 30 d nach autologer Stammzelltransplantation
2.e Neutropenie < 500/µl >10d
Frage 3: Ein 69-jähriger Patient mit ALL fiebert seit >96h trotz Gabe eines Pseudomonas-wirksamen Carbapenems. Er ist seit 2 Wochen neutropenisch. Im Röntgenbild des Thorax zeigt sich ein nicht vorbeschriebenes Infiltrat. Sie veranlassen ein CT Thorax und sehen in mehreren Lungenlappen unspezifische Infiltrate (weder Halo- noch Air Crescent-Zeichen). Welche der folgenden Therapien wäre hier indiziert?
3.a Fluconazol 400 mg i.v. 1x/d
3.b Mundspülungen mit Amphotericin B
3.c Caspofungin 70 mg/kg KG an Tag 1 und 50 mg/kg KG i.v. an den Folgetagen
3.d Vancomycin 1 g i.v. 2x/d
3.e Posaconazol 200 mg p.o. 3x/d
Frage 4: Ein 35-jähriger Patient mit AML fiebert seit >96h und trotz Gabe eines Pseudomonas-wirksamen Carbapenems. Aufgrund ausgeprägter Übelkeit hat der Patient die vorgesehene systemische Pilzprophylaxe mit einem Azol abgelehnt. Er ist seit 3 Wochen neutropenisch, hustet und zeigt Sym­ptome einer Pleuritis. Abbildung 2 zeigt das Resultat des daraufhin durch Sie veranlassten CT Thorax (Fall ansonsten nicht identisch). Welche Therapie leiten Sie ein?
4.a Fluconazol 400 mg i.v. 1x/d
4.b Caspofungin 50 mg/kg KG an Tag 1 und 70 mg/kg KG i.v. an den Folgetagen
4.c Posaconazol 200 mg p.o. 3x/d
4.d Liposomales Amphotericin B 3 mg/kg KG i.v. 1x/d
4.e Voriconazol 2 x 6 mg/kg KG an Tag 1 und 2 x 4 mg/kg KG i.v. an den Folgetagen
Frage 5: Sie haben bei einem 40-jähriger Patienten in der Neutropeniephase nach allogener Stammzelltransplantation eine invasive pulmonale Aspergillose diagnostiziert. Da der Patient bereits eine Azol-Prophylaxe einnahm, haben Sie eine Therapie mit intravenösem liposomalem Amphotericin B eingeleitet. Eine Woche später führen Sie ein Verlaufs-CT-Thorax durch, um das Therapieansprechen zu bewerten. Der radiologische Befund zeigt einen Progress der bereits im ursprünglichen CT gesehenen Halo-Zeichen. Wie interpretieren Sie diesen Befund?
5.a Ich setzte alle Antimykotika ab, da es sich um einen viralen Infekt handeln muss.
5.b Ich reduziere die Immunsuppression, da sie mit Sicherheit für die Progredienz der Infiltrate verantwortlich ist.
5.c Innerhalb der ersten ein bis zwei Wochen ist ein Progress der Halo-Zeichen nicht als mangelndes Therapieansprechen zu bewerten. Ich ändere nichts an der Therapie.
5.d Ich stelle die Therapie auf ein anderes Antimykotikum um, da die aktuelle Therapie nicht hilft.
5.e Ich setze alle Antimykotika ab, da es sich um einen bakteriellen Infekt handeln muss.
Frage 6: Drei Wochen später führen Sie ein Verlaufs-CT-Thorax durch, um das Therapieansprechen zu kontrollieren. Welchen der folgenden radiologischen Befunde würden Sie in diesem Fall als prognostisch günstig bewerten?
6.a In Größe und Anzahl unveränderte “Halo”-Zeichen
6.b “Air Crescent”-Zeichen
6.c Bronchopneumogramm
6.d Pleuraerguss
6.e Atelektase
Frage 7: Was ist keine wichtige Differenzialdiagnose zum „Air-Crescent“-Zeichen?
7.a Abszess
7.b Echinococcus-Zyste
7.c Influenza-Pneumonitis
7.d Pulmonaler Tumor
7.e Hämatom
Frage 8: Welche Zuordnung von radiologischem Zeichen und Erkrankung ist richtig?
8.a Pneumocytis-jirovecii-Pneumonie – Kaverne
8.b Lobärpneumonie – Milchglasartige hilifugale Infiltrate
8.c Frühstadium der invasiven pulmonalen Aspergillose - “Air Crescent”-Zeichen
8.d Chronisch disseminierte Candidiasis - Hypoechogene runde bis ovale Läsionen in der Sonographie von Leber und Milz
8.e Miliartuberkulose – Bipulmonale interstitielle Infiltrate
Frage 9: Welcher Anstieg eines Laborwerts korreliert typischerweise mit dem Auftreten bilateraler perihilärer Infiltrate bei einem HIV-Patienten mit trockenem Husten?
9.a Leukozyten
9.b Lymphozyten
9.c LDH
9.d gamma-GT
9.e Monozyten
Frage 10: Ein kachektischer Patient mit anamnestisch langjährigem i.v. Drogenabusus stellt sich mit trockenem Husten und Fieber vor. Im Röntgenbild des Thorax sehen Sie bilaterale perihiläre Infiltrate. Sie lassen eine Bronchiallavage durchführen, in der die PCP-PCR und Immunfluoreszenz positiv ausfallen. Die PaO2 in der arteriellen BGA beträgt 62 mmHg. Allergien sind bei dem Patienten nicht vorbekannt. Welche Therapie leiten Sie ein?
10.a Ceftriaxon 2 g i.v. 1x/d
10.b Trimethoprim 15-20 mg/kg KG i.v. 1x/d plus Sulfamethoxazol 75 bis 100 mg/kg KG i.v.
10.c Pentamidin 4 mg/kg KG 1x/d
10.d Inhalationen mit Pentamidin 300-600 mg 1x/d
10.e Trimethoprim 15-20 mg/kg KG i.v. 1x/d plus Sulfamethoxazol 75 bis 100 mg/kg KG i.v. 1x/d plus Prednison 40 mg p.o. 2x/d